Wild & Roh – Folge 9 – Mit Wildpflanzen und Rohkost in Richtung Alpen

Ich habe hier ein video zusammengeschnitten, welches Auszüge aus unserer Alpentour (München – Venedig) zeigt, die speziell mit Wildpflanzen und Rohkost zu tun haben. Andreas Hofmann und ich beschreiben verschiedene Kräuter, wie z.B. die Schafgarbe, die kanadische Goldrute, das indische Springkraut, die Milchdistel, uvm. Wir zeigen euch das Rezept von einem rohen grünen Powerdrink, sowie der vielfach angepriesenen „Rohkost Spachtelmasse“.

Viel Spaß beim Ansehen!

Haare wieder wachsen lassen

Mein heutiger Artikel geht um das liebe Haar… So manch einer quält sich sehr damit (oder mit seinem Nichtvorhandensein). Mein Haar ist seit Jahren eher schütter und wenig, auch die Rohkosternährung konnte meine Haare nicht wieder wachsen lassen – wie bei den meisten anderen Rohköstlern auch. Der Fairness halber muss ich sagen – meine Ernährung enthält nicht so viele Algen und Massen an Grün, die hätten meinen Haaren bestimmt auch gut getan. Jedenfalls ist nicht mehr viel mehr ausgefallen – aber ich will ja wieder mehr Haare sprießen lassen. Mein Haarausfall begann schon mit 14.
Diagnose: Androgene Alopezie. Ich wundere mich heute nicht mehr. Damals habe ich dann über den Zeitraum eines Jahres das Medikament Propecia genommen (Wirkstoff Finasterid), welcher die Haare durch Unterdrückung von DHT (Dihydrotestosteron) wieder wachsen lassen soll. Das war extrem teuer und hat bei mir nicht funktioniert. Und nun – knappe 15 Jahre später – ich habe mir extra für diesen Bericht eine Glatze rasiert – mein neues Projekt: Aufforstung. Nicht mit Bäumen auf der Wiese, sondern mit Haaren auf dem Kopf.

Und nun zeigt mein Aufforstprojekt erste Wirksamkeit. Feine neue Haare sprießen. Erstaunlich zeigt sich wieder eine Haaransatzlinie, wo vorher nichts mehr war. Sogar die Geheimratsecken sind wieder gefüllt. Ich will hier kurz berichten, wie ich das ganze mache – so kann es jeder für sich selbst ausprobieren.

Einmal nutze ich die Brennnessel, zur Durchblutung der Kopfhaut. Nichts lässt die Kopfhaut mehr durchbluten, das könnt Ihr mir glauben! Zusätzlich zum Faktor Durchblutung enthält die Brennessel viel Kieselsäure – was das Haarwachstum zusätzlich begünstigt. Mehr Kieselsäure enthält nur der Ackerschachtelhalm, den ich in meine Wildkräutersäfte regelmäßig integriere. Dazu gibt es demnächst mal ein eigenes Video.
Dann nutze ich den Baumpilz „Polyporus Umbellatus„, der Eichhase. In Pulverform kann er in Speisen und Getränke gemischt werden.
Ich trinke regelmäßig Wildkräutersäfte und reibe meine Kopfhaut mit dem Trester ein.
Auf dem Plan stehen folgende Substanzen, die potentiell den Haarwuchs fördern sollen:

  • Dong Quai (Phytoöstrogen)
  • Sägepalme (DHT Reduktion)
  • Pygeum Wurzel (DHT Reduktion)
  • Lakritz Wurzel (DHT Reduktion)
  • Emblica officinalis (Versorgung)
  • Bockshornklee (Durchblutung)
  • Perlhirse (Versorgung)

Hier ein kurzer Videobericht über das Einreiben der Kopfhaut mit Brennnessel:

Ich halte euch auf dem Laufenden!

Viel Spaß beim Ausprobieren – und daran denken: „Tupfen, Rollen, Reiben!!!“ 🙂

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An dieser Stelle möchte ich noch die Literatur von Markus Rothkranz empfehlen, der sich auf diesem Gebiet auch sehr gut auskennt. Sein Buch „Heal your Face“ ist im Buchhandel derzeit noch nicht vorhanden, kann aber online auf seiner Seite gekauft werden. Hier ein Direktlink zu seinem anderen, eher ganzheitlich orientieren Buch:

 

Wie man bei der Rohkost-Ernährung Geld spart

 

Hier eine 6 Punkte Liste, wie man mit einer Rohkost-Ernährung Geld sparen kann.

  • Eigenanbau im Garten, Hof oder Balkon
  • Anzucht von Sprossen
  • Anzucht von Weizengras
  • Einkaufen auf dem Bauernmarkt
  • Wildpflanzen und Pilze sammeln
  • Großmengen einkaufen

Mit diesen Tipps gelingt es jedem, seine Ausgaben für hochwertige Nahrungsmittel zu reduzieren. Dann macht der rohköstliche Lifestyle noch mehr spaß!

Eigenanbau im Garten, Hof oder Balkon

Bau Dir Dein eigenes Obst und Gemüse an! Wenn Du einen Garten hast – perfekt! Jeder Mensch sollte Zugang zu einem Stück Land haben. Wenn Du keinen Garten hast – nimm den Hof oder den Balkon und nutze Pflanzkübel, das funktioniert auch – im Notfall das Fensterbrett – aber normalerweise ist immer ein Plätzchen (auch in der Großstadt) auffindbar. Die selbst angebaute Nahrung ist nicht mit Spritzmitteln verseucht, schmeckt meist besser und Du wirst sie mit viel mehr Respekt und Aufmerksamkeit essen, als die gekaufte Gurke vom Supermarkt.

Wie man effektiv einen Garten anlegt, findest Du ausführlich in diesen Büchern:

Anzucht von Sprossen

Sprossen sind günstig und einfach für jeden Zuhause auf der Fensterbank oder auf dem Tisch anzuziehen. Einfach die gewünschten Samen in ein Keimglas oder einen Keimappart geben und man hat in 3 Tagen essbare Sprossen. Sprossen sind sehr enzymreich und ergänzen die Nahrung dadurch optimal. Individuell wählt man seine Lieblingssorte. Sehr gut schmecken zum Beispiel:

  • Mungo Bohnen
  • Alfalfa
  • Rettich
  • Radieschen

Tipp: Ein günstiges Keimglas tut’s wirklich – es muss kein teurer Keimapparat sein – auch hier der Gedanke – leb einfach!

Anzucht von Weizengras

Eine der besten Quellen für Mineralien und Spurenelemente sind frische Grassäfte. Sie enthalten darüberhinaus eine große Menge an Proteinen. Geeignet dafür sind vor allem Weizen- und Kamut Samen. Diese Sämereien bekommt man in jedem Bio- und Reformmarkt.
Man nimmt eine Standard Pflanzschale (in jedem Baumarkt), füllt 1-2 cm Erde ein und streut die Samen üppig, jedoch nicht allzu dicht auf die Erde. Dann leicht andrücken und ein wenig Erde darüber – gießen.
Nach ein paar Tage hat man fertiges Weizengras, welches nun entsaftet werden kann (Greenstar Entsafter, Z-Star Handsaftpresse, Mixer und dann abseihen).

Tipp: Um den Mineral und Spurenelementgehalt zu maximieren, giest man mit Leitungswasser und Meerestiefwasser im Verhältnis 10:1. Meerestiefwasser bekommt man in der Apotheke.

Einkaufen auf dem Bauernmarkt

Eine der besten Möglichkeiten an hochqualitative Nahrungsmittel zu kommen, ist der regionale / lokale Bauernmarkt. Viele Kleinbauern verkaufen hier ihr von Hand angebautes Obst und Gemüse. Es ist nicht immer Bio, doch viele Bauern verwenden kein Spritzmittel und die Qualität ist stets höher als im Supermarkt. Am besten einfach nachfragen.
Mit der Zeit lernt man sich kennen und bekommt häufig etwas mehr, Rabatt und gute Tipps. Hier ist der persönliche Kontakt zum Erzeuger von großem Vorteil.

Wildpflanzen und Pilze sammeln

Oft ist das kostenlose das Beste – bei den Nahrungsmittel ist es in jedem Fall so. Kein gezüchtetes Obst und Gemüse hat soviel Energie und Nährstoffe wie die Wildpflanzen. Wildpflanzen in unseren Breiten sind überwiegend essbar und anhand eines guten Buches auch leicht zu deuten. So verfeinern Sie den Salat, ergänzen die Palette der Nahrungsmittel oder Bilden die Grundlage einer hochgradigen Superernährung. Auch in Säften sind Wildpflanzen gut zu konsumieren. Mit den einfach zu erkennenden Pflanzen wie Löwenzahn, Spitzwegerich, Giersch und Brennnessel können Sie kaum etwas falsch machen. Viele wilde Sträucher, Bäume und Pflanzen tragen auch hervorragende Früchte – es lohnt sich, in dieses Thema einzusteigen!

Oft schwieriger gestaltet sich das Sammeln von Pilzen. Da es etliche Giftpilze gibt, trauen sich nur wenige da ran. Auch hier ist wieder ein gutes Buch oder ein Kurs anzuraten. Pilze konzentrieren seltene Spurenelemente und Proteine auf kleinsten Raum und sind so ein hervorragendes Nahrungsmittel.

Folgende Bücher empfehle ich zum Thema:

In Großmengen einkaufen

Oft ist es lohnenswert, seine Nahrung in großen Mengen einzukaufen – dadurch kann man sehr viel Geld sparen. Besonders das Internet gibt uns gigantische Möglichkeiten des Vergleichs und der Angebote.
Lohnenswert ist es vor allem für Nüsse, Samen, Lagerbare Früchte, Trockenobst und ähnliches.

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